Ruhlaer Zeitung 33/2016

Kommentar:

Respekt am Bürgerentscheid sieht anders aus. Und was ist überhaupt Bedarf? Wir haben Herrn Hirte dargelegt, was Bundesstraßen- und Autobahnbau mit wirtschaftlicher Entwicklung zu tun hat. Die von uns dargelegten Argumente werden wir hier zeitnah veröffentlichen. Dieses mal ist unsere Sichtweise nicht durch die Brille der demografischen Entwicklung gegangen, sondern belegen wir es anhand der wirtschaftlichen Entwicklung des Wartburgkreises, des Kreises Schmalkalden-Meiningen und der kreisfreien Städte Suhl und Eisenach. Wir belegen dort eindrucksvoll, dass es keinerlei Zusammenhang zwischen Straßenbau und wirtschaftlicher Entwicklung zu sehen ist. Auf Grund dieser Fakten, ist es schon fast lächerlich, von einer wirtschaftlichen Verbesserung durch eine Nord- Südverbindung zu sprechen. Und Bedarf ist, wenn man etwas benötigt, was man nicht hat!
Gruß R.Meyer

Geschrieben von Vorstand gegen B88
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„Wir bauen keine Bundesstraßen, die der Bürger nicht will“…

…im Gespräch mit Christian Hirte.

Bei hervorragendem Wetter hatten wir die Möglichkeit, unsere Standpunkte zum Thema B88/B19 darzulegen. Darzulegen, bei Christian Hirte unseren Wahlkreisabgeordneten im Bundestag von der CDU, der im Rahmen seiner Sommertour Zeit für uns hatte.
Warum ein Treffen mit Herrn Hirte? Herr Hirte hat sich in den letzten Wochen sehr medienwirksam um den Bundesverkehrswegeplan gekümmert und uns (Enrico Gruhl und mir) war sehr wichtig, dass man hierbei den Bürgerentscheid in Wutha-Farnroda, auch in Berlin nicht aus den Augen verliert. Zumal der Fraktionsvorsitzende der CDU im Thüringer Landtag Mike Mohring ebenfalls eindeutige Aussagen zum Thema „bürgerliche Mitbestimmung“ macht.
Unter anderem legten wir da, dass die B88 aus vielerlei Sicht keinen Sinn macht. Wir haben nur eine Teilortsumfahrung und wir haben neuen Flächenlärm, den auch Herr Hirte wahrnahm. Wir teilten Herrn Hirte auch mit, dass durch die Anmeldung der B88 leider keine Lärmschutzmaßnahmen entlang der B88 möglich sind. Und es entsteht auf lange Sicht, eine Art „Investitionhemmnis“ in Wutha-Farnroda, da keiner weiß was nach 2030 wird. 
Mit diesen und weiteren (schon länger bekannten) Argumenten sprachen wir uns deutlich für eine komplette Streichung der B88 und der B19 aus dem Bundesverkehrswegeplan aus. Hierzu argumentierte Herr Hirte, dass es grundsätzlich für die B88 und B19 ein Bedarf gibt, aber „sie haben ja in Wutha-Farnroda ihren Bürgerentscheid“.
Und hier sind wir an einem Punkt, wo uns zu ersten Mal die Sturheit der CDU gefallen hat. Denn das ist exakt das, was der thüringer Ex-Verkehrsminister Carius uns 2014 (kurz vor seinem Abgang) noch versprochen hat. Denn er sagte damals mehrfach in den Medien… „wir bauen keine Straßen, die der Bürger nicht will.“

In diesem Sinne, bedanken wir uns nochmals bei Herrn Hirte für die Zeit, die man uns eingeräumt hat. Und hoffen auf ein baldiges Wiedersehen, denn so sachlich spricht man selten mit einem CDU-Mitglied in Wutha-Farnroda.


Immer schön die Straßen entlang….
Ihr René Meyer

Copyright CDU WAK und Chirstian Hirte

Copyright: CDU WAK und Christian Hirte

Geschrieben von Vorstand gegen B88
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